Blessing Way

Blessing Way bedeutet soviel wie die spirituelle und gemeinschaftliche Segnung auf unserem, sich andauernd im Änderungsprozess befindlichen, Lebensweg. Bless your Way = Segne deinen Weg. Die Ursprünge der Blessingway Zeremonien entstammen den traditionellen Ritualen der Navajo-Indianer, deren Eigenname Diné lautet und „Menschenvolk“ oder wörtlich „unter der Erde hervorkommendes Volk“ bedeutet. Die Blessingway Zeremonie wird für eine Person abgehalten, um Glück, Gesundheit und Segen für diese Person und ihre Angehörigen zu gewährleisten. Diese Zeremonien werden vor allem bei Schwellenübergängen wie z.B. Pubertät, Hochzeit, Mutterschaft gefeiert. Ich finde, dass dieses Ritual auch in unserer Gesellschaft einen sehr wertvollen Beitrag leisten kann, um Lebensübergänge rituell zu gestalten.

Auch bei uns war es immer eine der wichtigsten Aufgabe von Müttern, Freundinnen, Nachbarinnen, Verwandten und Hebammen einen Kreis von „Schutz, Stärkung, Ehrung, Liebe, Freude und Unterstützung“ um die Schwangeren zu ziehen. Blessingway Zeremonien folgen keinem vorgeschriebenen Weg. Jede Frau, jede Teilnehmerin bringt einen Teil ihres eigenen Lebensweges mit ein. Bei der Durchführung achte ich vor allem auf die Wünsche, die individuellen Bedürfnisse, die Vorstellungen der zukünftigen Mutter, um sie damit zu ehren und zu segnen. Ein Blessingway Ritual gibt jeder TeilnehmerIn die Möglichkeit, die eigene Kraft wahrzunehmen, sich mit den eigenen, inneren Instinkten zu verbinden. Rituale helfen dabei Verbindungen zu schaffenzu sich selbst, zu anderen, mit Mutter Erde, mit den spirituellen Wesen, mit Gott und Göttin - und damit gemeinschaftlich die zukünftige Mutter auf ganz spezielle Weise zu ehren, zu stärken und in Liebe zu baden.

Die Leitung einer Blessing Way Zeremonie ist mir eine besondere Freude, weil ich immer wieder beobachten darf, wie sehr sich die Frauen geehrt und geliebt fühlen. Sonja hat folgendes über ihre Blessing Way Zeremonie erzählt:

"Die Blessing Way Zeremonie ist eine der allerschönsten Erfahrungen meines Lebens. Durch die besondere Aufmerksamkeit, die ich bei der Feier von den Frauen bekommen habe, konnte ich mich wirklich wie eine Königin fühlen. Noch nie zuvor in meinem Leben bin ich gefeiert worden wegen meinem Frau-Sein und meinem Fruchtbar-Sein, das war etwas ganz besonderes für mich. Ich habe mich sehr stark mit dem Kreis an Frauen, die mitgefeiert haben, verbunden gefühlt und das Wollband des Verbindungsrituals auch erst am 2. Tag nach der Geburt durchgeschnitten, weil ich gefühlt habe, dass da noch immer so eine besondere Verbindung da ist. Jede Frau auf dieser Welt sollte eine Blessing Way Feier bekommen, denn es ist etwas Besonderes eine Frau zu sein!"